Iberico 2022, die Anreise

Auf zu neuen Abenteuern, diesmal 7 Wochen durch Südwesteuropa mit Teilen von ACT Pyrenäen, TET Spanien, ACT Portugal. 

Seit über 20 Jahren war ich beinahe jedes Jahr in Spanien, unter anderem wegen der Pandemie und auch anderer Reisepläne (Südafrika) war die iberische Halbinsel nun nach 3 Jahren Abwesenheit überfällig. Mit der neuen Aprilia Tuareg hatte ich einiges vor, viel Offroad sollte es werden und ich wollte mir Zeit lassen.

etwa 1250 km, davon über 100 km Offroad

Distanz: 116 km

Offroad: 30 km

– 20 km von Lommiswil km 14 über Schauenburg / Althüsli bis Rest. Binzberg (km 34), SG 3 

– 10 km von Valbirse / Moron (km 53 – km 63), SG 3-4

Das Motto schon von ganz Anfang an: jeden Tag mal abseits befestigter Wege, heute schon die ersten 25 km offroad zwischen Solothurn und Gänsbrunnen und dann nicht mal ganz ohne, sprich richtig steil mit einigem Schotter am Moron.

Distanz: 320 km

Offroad: 31 km

– 20 km mehr oder weniger Offroad, sehr schlechte Strasse, teils unbefestigt SG 2-3 ab km 180 – km 200 

– 9 km Alternative zum Col de la Biche bei Seyssel, (km 251 – km 260) SG 3-4, tiefer Schotter 

– 2 km illegal, habe das Schild falsch verstanden (km 268 – km 270) SG 3-4

Nach vielen kleinen Strassen durch den Neuenburger Jura und voller Vorfreude auf die ersten unbefestigten Meter zeigte sich plötzlich das Werkstattlämpchen an der Aprilia. Mir war nichts Ungewöhnliches aufgefallen und da ich gerade noch in der Schweiz war, zog ich es vor bei einem Aprilia Händler in Genf vorbeizuschauen und was war? Nichts! Einmal Gasgriff neu kalibriert, Fehlercode gelöscht und weiter ging es auf einer fantastischen Strecke hoch über Genf, ca. 30 km, 20 davon mehr oder weniger befestigt. Als Zückerchen ging es von Seyssel auf einer Nebenstrecke 7 km hoch zum COL de la Biche, ziemlich grob das Ganze, wäre dem TET durchaus würdig. Nach einer kurzen Abfahrt ging es schliesslich hoch zum Gran Colombier, atemberaubend die Aussicht auf den Lac du Bourget und Aix-les-Bains, die teilweise sehr kurvige Abfahrt nach Culoz war leider wegen Bauarbeiten gesperrt.

Distanz: 363 km

Offroad: 6 km

– 2 km bei St.Gervais (Vercors, km 112 km 114), SG 2-3 

– 4 km bei Espeluche (km 253 – km 257), SG 4, sehr ausgewaschener, steiler Aufstieg, quasi Bachbett

Heute kaum Offroad, ein kurzes Stück im Vercors und ein heftiger (SG 4) 5 km langer Anstieg bei Espeluche, dafür wohl weit über 100 km auf kleinsten Strassen wo kaum ein kreuzen mit einem Auto möglich ist. Und zuletzt habe ich natürlich noch ein bisschen Regen abbekommen, muss ja bei mir😂🌧

Distanz: 238 km

Offroad: 19 km

– 4 km am Col de Lavangnes, (km 92- km 96), SG 4, sehr grobschottrig 

– 5 km bei Crozes,(km 126 – km 131) SG 3-4, teils durch dichten Wald 

– 6 km bei Caussiniojouls (km 156- km 162), SG 3 

– 4 km bei Aigues-Vives (km 173 – km 177), SG 2-3

Was für eine wunderbare Route, sehr sehr viele kleinste Strässchen, zudem gabs spontan eine recht grobschottrige Runde (SG 4) am traumhaften COL de Lavangnes (3,5 km), recht spezielle 5 km teils ausgewaschen durch einen dichten Wald bei les Crozes, 5 relativ einfache km über eine Schlaufe bei Caussiniojouls und schliesslich noch einmal ungefähr 5 wunderbare, einfache Kilometer ab Aigues-Vives als ich endlich den Einstieg gefunden hatte. Das Beste jedoch zuletzt, ich hatte schon mehrfach erst im Urlaub die Reifen gewechselt, so kann ich die alten auf dem Hinweg runterfahren und mit neuen ins Gelände. Seit Mittwoch hatte ich nun versucht in Südfrankreich eine Werkstatt zu suchen die passende Reifen auf Lager und Zeit für die Montage hat, ich hatte etwa 5 Mails geschrieben, 7 Telefonanrufe gemacht und 7 Werkstätten direkt gefragt, hier in Narbonne habe ich nun mit Dafy Moto endlich jemanden gefunden der mir morgen früh die neuen Bridgestone Battleax AX41 montiert, mal schauen was die taugen, günstig ist’s auf jeden Fall schon mal mit 280.-€

Distanz: 220 km

Offroad: 23 km

wegen (Wald-)Brandgefahr bei Narbonne sämtliche unbefestigten Strecken abgesperrt 
– 4 km bei Fontjoncous, kleines Strässchen (km 30 – km 34), nach Bauernhof plötzlich sehr tiefer Schotter SG 4 
– 5 km bei Saint Jean de Barrou (km 63- km 68), teils recht ausgewaschen SG 3-4 
– 6 km Col de l’Ire bei Tuchan (km 71 – km 77), schönes Pässchen SG 3 
– 8 km ab Col de Palomère nach Corsavy (km 184 – km 192), breite Schotterstrasse, SG 3

Ein sehr seltsames Gefühl bei den ersten Kurven auf den neuen Battleax AX41, seltsamerweise wurde das Gefühl beim ersten harten Offroad nicht besser. Hatte die Ehre mit einem Einheimischen Deutschen (danke Wolfgang) ein kurzes Stück Begleitung gefunden zu haben aber wie befürchtet war alles was von der geteerten Strasse abzweigte mit Gittern abgesperrt, zumindest in der Region Narbonne. Unglaublich wieviele Gitter da verteilt wurden. Hatten dann eine kurvige Alternative auf TomTom gesucht, schönes schmales Strässchen und siehe da, nach ein paar km war das nur noch grober Schotter und teilweise recht weich und tief, bin da heftig geschwommen. Weiter über kleinste Strassen Richtung Pyrenäen und plötzlich waren da auch keine Gitter und Verbotsschilder mehr, habe ich natürlich ausgenützt 😊

Den Offroad-Pass vorbei am Tour de Batère hinüber ins Tal des Tech hatte ich schon vor Jahren mal gefahren, easy, trotzdem schön ausser die dunklen Wolken die für die nächsten Tage nichts Gutes verheissen.

Auch wenn ich mir viel Zeit für die Anfahrt an die spanische Grenze gelassen hatte, so war die Fahrt doch einigermassen anstrengend weil sie praktisch ausschliesslich über kleinste Strässchen führte und so gönnte ich mir 2 Tage Pause im wunderbar ruhigen und idyllisch gelegenen Hôtel Castel Emeraude in Amélie-les-Bains.

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