7 Wochen durch Südwesteuropa mit Teilen von ACT Pyrenäen, TET Spanien, ACT Portugal.
Seit über 20 Jahren war ich beinahe jedes Jahr in Spanien, unter anderem wegen der Pandemie und auch anderer Reisepläne (Südafrika) war die iberische Halbinsel nun nach 3 Jahren Abwesenheit überfällig. Mit der neuen Aprilia Tuareg 660 hatte ich einiges vor, viel Offroad sollte es werden, allerdings war ich nach der Regenpause und der Geschichte mit Gepäck und Lenkkopflager in den Pyrenäen zeitlich schon ziemlich im Rückstand und so konnte ich den ACT Portugal nur noch bis knapp zur Hälfte geniessen, danach hiess es schon an die Rückreise zu denken, es waren ja auch noch Freundesbesuche eingeplant.
Die Videos zu dieser Reise gibts auf meinem Youtube-Kanal

1400 km, davon 175 km Offroad (nur in Portugal/ACT)
ab Braganca ACT Portugal
– 17 km von der ZA-P-2665 bis Rábano de Sanabria (km 79 – km 96), erst lange schöne Piste dem Berg entlang, auf der Abfahrt einige steinige Stellen, SG 3-4
– 5 km ab Bragança bis Alfaiao (km 160 – km 165), bei Regen sehr schwer, teilweise eng und steil, SG 3-4
– 15 km ab Alfaiao bis Parada (km 166 – km 181) anfangs sehr steil aber gute Piste, danach Fun pur! SG 3
– 8 km ab Argozelo bis Santulhao (km 200 – km 208), teilweise ausgewaschen, tief nach Regen, SG 3
– 3 km von Santulhao bis zur M 567 (km 209 – km 212) , sehr ausgewaschen! SG 3-4
Ach wie schön war das heute, ganz anders als gestern, top in Form, kaum aus Ponferrada raus, schon in den Weinbergen und kurz danach durch ein zauberhaftes Tal und schliesslich doch hoch hinaus. Auf 70 km, 2 Pässen, kein Auto gekreuzt, 1 Fahrradfahrer überholt, wo gibts denn sowas!? Dann spontan auf ne Piste abgebogen, knapp 20 km offroad genau nach meinem Geschmack, der Käse und der Schinken dann in Rábano de Sanabria genauso!





Rüber nach Portugal und dann rauf auf den ACT Portugal, den hatte ich zwar schon vor 3 Jahren teilweise gefahren, das war jetzt aber mit der Aprilia ein ganz anderes Erlebnis, einfach geil! Auch wenn ich sie an einer ausgewaschenen Stelle auf Sand mal hinlegen musste, sie war auch schnell wieder auf den Beinen.







alles ACT Portugal
– 8 km von Meirinhos nach Estevais (km 17 – km 25), sehr steile Abfahrt, noch steiler Aber ausgewaschener Aufstieg, SG 4
– 10 km von Carviçais bis Felgueras km 38 – km 48), mit befestigten Abschnitten, einfach, SG 2-3
– 8 km von der M 613 bis Torre de Moncorvo (km 50 – km 58), meist einfach, ein paar moderate Abschnitte SG 3
– 5 km von der N 220 bis zum Douro (km 61 – km 66), zuerst wunderbar einfach, zuletzt sehr steiler Abstieg aber Piste frisch gemacht SG 3
– 4 km vom Douro nach Peredo dos Castelhanos (km 74 – km 78), sehr steil, sehr enge Kehren, SG 3-4
– 5 km von Urros bis zur Abfahrt zum Douro (km 85 – km 90), teilweise recht steil und ausgewaschen, SG 3-4
– 10 km von Escalhao bis Figueira de Castelo Rodrigo (km 111 – km 121) , sandig, eng, SG 3
– 4 km von Zufahrt Aussichtspunkt bis Freixeda do Torrao (km 127 – km 131), ausgewaschen, grobe Steine, SG 3
– 3 km von Azevo bis CM 1060 (km 152 – km 155)
– 2 km bei Cerejo (km 160 – km 170), unnötig schmal durch Gras und Wald, sehr gefährlich wenn alles dürr wie Zunder ist, SG 4
– 8 km von N 340 bis Velosa (km 175 – km 183), zuerst sehr schöne leichte Piste, plötzlich sehr eng und ausgewaschen, Sumpflöcher, steile Abfahrt, SG 3-4
– 10 km von N 557 bis Assanhas (km 195 – 205), anfangs sehr steil, danach Wellbrett zwischen Windrädern, SG 4
Zufahrt zur Serra de Estrela aufgegeben, zu ausgewaschen nach Gewitter
Nach dem super flashenden Tag gestern war es heute vor allem herausfordernd (75 km Offroad). Schon das erste Offroad-Stück hatte es unglaublich in sich, erst einmal einfach sehr steil in einen Canyon hinunter, hetzte mir gleich zu Beginn des äusserst krassen Aufstiegs eine Meute kläffender Hunde hinterher, ich konnte gar nicht anders als voll am Gas einfach die Flucht nach oben anzugehen. Sehr schön war das Stück auf einen Berg vor Torre de Moncorvo, herrlich die Aussicht dort oben, steil ging’s danach runter an den Douro, diesem folgte ich kurz und dann ging’s nochmal steiler hoch, auch dies an der Grenze für mich.





Einige wunderbare Aussichten später ging es auf der anderen Flusseite erstaunlich sandig durch skurrile felsige Landschaften bis ich endlich den Einstieg in die von Waldbränden geplagte Serra de Estrella fand. Sehr windig entlang dutzender Windräder ging’s aber erstaunlicherweise nochmals kurz runter bis der richtige Einstieg mir alles abverlangte, nein, zuviel abverlangte und ich angesichts später Stunde das Unterfangen aufgab, morgen ist auch noch ein Tag….










einfacher Einstieg in den ACT der Serra de Estrela via Linhares (km 25)
– 6 km von Aussichtspunkt über Linhares bis Videmonte (km 29 – km 35), eigentlich einfach aber sehr viel Schwemmmaterial von den vorhergehenden Gewittern, SG 3
– beim 2. Offroad des ACT (km 43) habe ich aufgegeben, Zuviel Schwemmgut vom Gewitter
– 15 km zurück auf Piste nach Folgosinho (km 49 – km 64), sehr schön, einfach, mit wunderbarer Aussicht SG 2-3
– 7 km von der Passstrasse zur Brandwache und zurück (Aufgabe, zu krass, km 65 – km 72), sehr steil, sehr ausgewaschen, tiefe Gräben, SG 4-5
– 5 km von der unbekannten Passstrasse zu N-232, km 81 – km 86), moderat, bisschen ausgewaschen, teilweise steile Abschnitte aber sehr gut und schön zu fahren, SG 3
– 7 km irgendwann hoch über Monteigas bis zur N-338 (106 – km 113)
– 2 km entlang eines Kanals (km 119 – km 121), einfach entlang eines Abgrundes, SG 2-3
– 7 km von der N-230 bis Coutada (km 139 – km 146), schöne Piste, steil, irgendwann zu steil, habe Alternative nach Coutada genommen, SG 3-4
– 2 km von M 515 bis N 343 (km 151 – km 153) Anfangs einfach, dann immer schwieriger, schmal, steil, SG 3-4

Geniessen und Leiden folgen offroad oft sehr kurz nacheinander, da hatte ich endlich einen einfachen Aufstieg in die Serra de Estrela, die Weiterfahrt auf dem ACT war dann aber sehr schmierig, sehr viel Schlamm, Sand, Kies und nasse Asche wurden vom letzten Gewitter in die Wege gespült. Bin dann ein gutes Stück zurück und landete auf einer für mich perfekten Piste, die nebst dem düsteren Ambiente der verbrannten Wälder eine super Aussicht ins weite Land bescherte und eine wörtlich grosse Überraschung, eine riesige Schaukel auf dem Kamm, direkt am Abgrund!



Kurz darauf erreichte ich den ACT wieder, um sofort auf die nächste Kammstrasse oder Piste abzubiegen und das hätte ich lieber gleich bleiben lassen, sehr steil, sehr ausgewaschen, mit tiefen Gräben und Geröll. Ich ging drei mal zu Fuss um die nächsten Meter zu erkunden aber nach 3 km und angesichts eines supersteilen Anstiegs mit losem Geröll kapitulierte ich und nahm den Abstieg mit starkem Herzklopfen in Angriff und meisterte den tatsächlich ohne Zwischenfälle.




Das TomTom und schon wieder eine Bande kläffender Hunde bescherten mir das nächste Highlight, völlig überraschend war ich auf einer anspruchsvollen aber gut fahrbaren Piste am Ziel des 2. Tages ACT. Den Abstecher bei Manteigas hatte ich schon vor 3 Jahren gefahren, hat sich auch dieses Mal gelohnt, die abgebrannten Wälder liessen nun noch mehr dieser sehr bizarren Felsbrocken zum Vorschein kommen.




Kaum aus der Serra de Estrela raus ging es mir gleich wie vor 3 Jahren, diese Gegend gibt für mich einfach nichts her, deshalb gehts wohl morgen zurück nach Spanien.



Eigentlich hatte ich einfach eine kurvenreiche Route auf dem TomTom Richtung Córdoba geplant und war sehr erstaunt nach einigen wenigen Kilometern auf einer Piste zu landen, naja, so an die 2 km neben einer Autobahn her…..😀


Kurvenreich bedeutet nicht immer kurvenreich wenn’s keine Kurven gibt und so ging es, kaum war das Kleine Gebirge bei Portalegre hinter mir, vor allem geradeaus durch die Extremadura und erst in der Provinz Sevilla gabs wieder Schräglage und dies nicht zu knapp. Ansonsten? Ein Vermögen an Rohprodukten des Pata Negra Schinkens gesehen, unglaublich viele Schweine die sich im Schlamm suhlen und von einer Ecke der riesigen Reservate in die andere gehen um Eicheln aus dem Schlamm zu puhlen.


Zur Abwechslung landete ich in einem richtig hübschen Hotel in Palma del Rio, nicht wirklich am Fluss aber schön.




Übernachtung im Hotel Castillo in Palma del Rio: sehr schönes Hotel, zentral und günstig, echt ein Tipp!
alles Asphalt, teils aber sehr eng und kurvig
Kurvenreiche Route nach Frigiliana war angesagt und so wurde es auch, mir wurde beinahe schwindlig und ich hatte echt genug davon. Zuerst ging’s zwar mal wieder endlos durch Olivenhaine aber kaum war Archidona hinter mir gab es kaum mehr Geraden, unglaublich wie die Dörfer in die Hänge hoch über Malaga gebaut wurden, leider auch unzählige einzelne Villen, alles überbaut.


Frigiliana wird vor allem im Sommer mit Touristen aus Nerja und den umliegenden Badeorten überrannt, trotzdem schön dort Freunde zu haben.









