Spanien 2023, durchs Hinterland der Ostküste

Nicht direkt der Küste entlang aber immer in deren Reichweite von Almería bis Figueres

knapp 1700 km, davon über 600 km unbefestigt

Die Ruta 47 ist jeweils gelb und der TET in magenta markiert, ein Klick auf die Karte zeigt diese gross, ein Klick auf Routenname und Distanz führt zu Wikiloc und der herunterladbaren .gpx Datei

Distanz: 295 km

über 100 km unbefestigt, teils TET und sehr schwer, grösstenteils aber einfach, bitte die 2 schweren Stellen beachten, sie sind nach km im Profil genau ersichtlich. 

  • 25 km von km 61 bis km 86 meistens sehr einfache breite Piste, teilweise allerdings aufgrund des Regens bisschen tief (SG 3) 
  • 17 km von km 96 – km 113 teilweise sehr viel tiefes Kies und Schwemmmaterial, eher schmale Piste aber viele steilen Stellen betoniert (SG 3) 
  • ab Oria km 124 schöne kleine Strasse bis Barranco de Quiles, danach mal Flussbett oder Feldweg, teilweise asphaltiert bis Chirivel km 141 (etwa 7 km offroad, SG 3) 
  • ab Chirivel km 143 bis km 150 einfache breite Piste mit sehr viel Schwemmmaterial (SG 3) 
  • Dann bei km 150 sehr schwer bis km 157, steile Abfahrt mit tiefen Rinnen und viel losem Gestein (SG 4-(5), hinunter geht, hoch kaum weil zu lose, bitte anderen Weg suchen! 
  • ab km 170 bis km 200, viele gute Feldwege, teilweise asphaltiert, ungefähr 20 km unbefestigt (SG 3), die letzten 10 km TET 
  • km 202 (A-330) bis km 210 (Cañada de la Cruz) TET, sehr schwer, sehr ausgewaschen, tiefe Rinnen, Treppenstufen, grosse Steine, wenn nass schmierig (SG 4-5)!! 
  • ab km 221 bis km 231 zuerst noch TET und teilweise recht tief mit tiefen Rinnen, danach eher einfache Piste (SG 3) 
  • km 235 bis km 239 teilweise am Rand eines Steinbruchs, sehr staubig/sandig (SG 3) 
  • bei km 243 gab es ein Fahrverbot (nicht offiziell, nur Schild, dass man Bewilligung braucht…habe trotzdem gedreht.)

Heute waren es wieder über 100 km Offroad, zu Beginn super easy wurde das dann 2 mal sehr extrem für mich, zuletzt auf dem TET, der dann bei Cañada de la Cruz einfach so im Kraut draussen endet, Heavy Duty!

Schnellstens raus aus Almeria und dann bei Tabernas vorbei an all den (Mini Hollywood, Fort Bravo, Spaghetti Western…) Filmkulissen vorbei nach Senés und dort endlich auf die erste Piste abgebogen, 25 einfache km bis hinunter nach Purchena, dort das Tal durchquert und bei Urrácal ab auf die nächste Piste. Diesmal aber eher schmale Piste mit viel tiefem Kies und Schwemmmaterial hoch zu einem Aussichtspunkt und gleich um die Ecke in einen wunderbaren Canyon und über einen waldigen kleinen Pass.

Von Oria bis Chirivel war das dann entspanntes Fahren auf kleinen Strässchen oder breiten Pisten, dies sollte sich dann aber nach Chirivel ändern. Zuerst nochmal eine breite Piste die mit viel Schmackes richtig Spass machte, sich aber nach 7 km zusehends aufzulösen begann und in einer steilen, super ausgewaschenen Abfahrt beinahe endete, hoch wäre ich dieses Stück nicht mehr gekommen.

Ein kurzer Zwischenspurt auf Asphalt und schon gings wieder 20 km unbefestigt über viele Feldwege vorbei am historisch relevanten aber nun verlassenen und verfallenen Bugéjar auf den TET bei Puebla de Don Fadrique. Der TET Richtung Cañada de la Cruz entpuppte sich als für mich kaum mehr fahrbar, über Stock und Stein mit tiefen Gräben quer durchs Land zog sich hier die Route, zum Glück war es trocken, nass hätte ich das nie geschafft.

Das folgende Stück wollte ich Jahre zuvor schon mal fahren, wurde dann aber nach einem Gewitter von einem reissenden Fluss zurückgehalten, ich war deshalb sehr gespannt aber so war das nun einfach sehr schön, zuerst noch tiefe Rinnen aber je länger desto schöner, das Flussbett diesmal einfach zu durchqueren und dann gefolgt von einem schönen Canyon, das werde ich gerne wieder fahren. Kaum auf der Hauptstrasse ging es schon wieder rechts ab, diesmal auf eine sehr sehr staubige Piste entlang eines Steinbruchs, die riesigen LKWs wirbelten unglaublich viel Staub auf und machten mächtig Eindruckt, nicht wirklich entspannt war das und das letzte Stück Offroad danach musste ich dann leider wieder abbrechen, Zufahrt nur für Berechtigte und Anwohner, schade!

Caravaca de la Cruz ist mit etwa 25’000 Einwohnern eine kleine Stadt und liegt etwa 80 km westlich von Murcia, die ersten Siedlungen in der heutigen Stadt datieren auf den Zeitraum zwischen 2400 und 1950 v. Chr.

Distanz: 336 km

ungefähr 130 km unbefestigt:

  • 15 km von Caravaca de la Cruz (km 4) bis Moratalla km 19, ab km 13 TET, erster Teil Aufstieg einfach (SG 3), danach schwer, teilweise ausgewaschen mit losen Steinen und tiefen Gräben (SG 4) 
  • 3 km ausgesetzter Feldweg bei km 23 (SG 3), danach alles Asphalt bis km 46, Umfahrung Calasparra 
  • 24 km ab km 46 bei Estacion de Calasparra bis N-301 km 70 alles TET aber einfach (SG 2-3) 
  • 5 km Alternative zu TET ab km 70 N-301 bis RM-714 km 75, schwer, sehr ausgewaschen aber flach (SG 3-4) 
  • 20 km ab km 80 bis Santa Ana km 100 alles TET, kurze Abschnitte jeweils schwer, teilweise sehr ausgewaschen, tiefe Gräben, Sand, lose Steine (SG 3-4) 
  • ungefähr 15 km ab Jumilla km 110 bis km 185, einige kürzere Abschnitte mit Feldwegen, teils sandig (SG 3) 
  • 5 km ab la Font de la Figuera km 185 bis km 190, schwer, steil, ausgewaschen (SG 4) 
  • 7 km ab km 206 bis CV-5840 km 213, breite Kiesstrasse aber viel Kies, eher weich (SG 3) 
  • 18 km ab CV-5840 km 221 bis km 239, erste 10 km einfach (SG 2-3) danach schwer, steil, teilweise ausgewaschen, lose Steine (SG 3-4) 
  • 18 km ab km 254 bis km 272, zuerst einfach, später auf der Krete/Abgrund, immer wieder ausgesetzte steile Stellen aber sehr spektakulär (SG 3-4)

Heute ging es von Caravaca de la Cruz nach Alcala del Júcar, wieder weit über 100 km unbefestigt, die ersten 100 km der Route beinahe alles TET und gegen Schluss auf der Ruta 99 durch die schier endlosen Canyons zwischen Bicorp und Ayora.

Tja, da musste ich erstmal den richtigen Weg finden aus Caravaca de la Cruz raus, landete mehrfach in einem Aussenquartier, dann an einer kaum überwindbaren Rampe aber schliesslich fand ich die nette kleine Strasse nordwärts die dann schon nach 4 km unbefestigt hoch in die Berge führte. Auch da musste ich mehrmals die richtige Abzweigung suchen, entweder gab es Fahrverbote oder Sackgassen aber auch da fand ich schliesslich die richtige Zufahrt zum TET, die war aber teilweise schon recht abenteuerlich und mir graute vor der Abfahrt auf dem TET nach Moratalla, die war aber nur halb so wild, gut so!

Richtung Calasparra verliess ich den TET kurz auf Feldwegen um dann kurz nach Calasparra wieder auf dem TET eine wunderschöne einfache 25 km lange Piste entlang einer Bergflanke zu befahren, ein Traum! Bei den nächsten Kreuzungen befuhr ich eine eigene Variante aber auch diese wäre durchaus TET-würdig gewesen, sehr schwer aber trotzdem gut zu meistern da es kein Gefälle hatte. Weiter Richtung Jumilla gings wieder 20 km auf dem TET, sehr abwechslungsreich wieder entlang einer Bergflanke, mal einfach, dann tiefer Schotter, Gräben, Sand, lose Steine, ich dachte immer wieder das Gröbste überstanden zu haben, da gab es eine neue Überraschung. Mittlerweile stiegen auch die Temperaturen auf offroadunfreundliche 35 Grad, Zeit in Jumilla mal Pause zu machen.

Danach gings ohne TET mal auf kleinen Strassen abwechselnd mit einfach zu befahrenden Feldwegen vorbei an Yecla und Caudete bis ich kurz nach La Font de la Figuera eine nette Piste rechts abgehen sah, das sah einfach zu verlockend aus, stellte sich aber als sehr anspruchsvoll heraus, teilweise sehr steil eine Brandschutzschneise hoch und sehr abenteuerlich zurück zur Hauptstrasse. Langsam näherte ich mich nun einer Gegend mit unzähligen Canyons, da bog die Hauptstrasse ab und geradeaus führte eine breite Piste um dann plötzlich hart links an einen Aussichtspunkt (Mirador de El Majo) abzubiegen, von dort führte die eher tiefe Piste über mehrere Kehren runter in den Canyon und dann nach leichtem Aufstieg wieder für kurze Zeit asphaltiert weiter.

Die nächsten 10 unbefestigten km waren wieder einfache, breite Waldstrassen was sich aber nach einem Abzweiger nach links stark änderte, jetzt wurde es doch einiges urchiger, steiniger und steiler um plötzlich wieder ansphaltiert weiterzuführen. Kurz nach Bicorp sollte schliesslich noch ein 2. Highlight folgen, völlig unerwartet führte die Route steil hoch auf eine Krete und über mehrere Kilometer immer wieder scharf dem Abgrund entlang, hoch und runter, teilweise recht ausgesetzt, wenn das nur gut kommen sollte. Als ich endlich wieder Asphalt erreicht hatte war ich schon ziemlich fertig und suchte nun den schnellsten Weg zu einem schönen Ort mit Hotel, da musste ich aber erst noch von dieser Krete runter, diesmal asphaltiert über eine kleine sehr spektakuläre Passstrasse Richtung Jarafuel.

Alcalá del Júcar ist ein Herzensort von mir, seit ich durch Zufall mal in diesem Canyon des Rio Júcar gelandet bin, zieht er mich immer wieder magisch an, hier leben die Menschen noch immer in Höhlen, in sogenannten Cuevas, das heisst es gibt eine Hausfront an den steilen Felswänden, einige Zimmer sind aber in die Felsen gebaut. In Alcalá del Júcar gibt es gar einige mehrere 100 m lange Tunnelsysteme die auf die andere Seite des Felsens führen und als Museum besichtigt werden können.

Distanz: 293 km

Über 150 km unbefestigt!! 

  • 10 km von las Eras km 4 bis Casas de Ves km 14, einfacher Feldweg wenn trocken, bei Nässe sehr schlammig (SG2-3 trocken, SG 4 nass) 
  • 7 km von km 21 bis km 28 (Balsa de Fes) einfacher Feldweg wenn trocken, bei Nässe sehr schlammig (SG 2-3 trocken, SG 4 nass) 
  • 6 km von Fuen Vich zur CV-429, teilweise eher anspruchsvolle Piste (SG 3-4) 
  • 12km von der CV-429 km 60 bis km 72, einfache breite Kiesstrasse (SG 2-3) > 
  • 9 km ab Abzweiger km 72 bis CV-388 km 81, teilweise sehr ausgewaschene steile Abfahrten (SG 4) 
  • 5 km kurz nach Siete Aguas km 92 bis km 97, steiler, teilweise ausgewaschener Aufstieg (SG 3-4) 
  • 23 km ab km 100 bis Sot de Chera Km 123, teilweise schwer vor allem erste 10 km (SG 4), danach fantastische Bergstrecke einer Felsflanke mit tiefem Abgrund entlang (SG 3) 
  • 30 km von Sot de Chera km 128 bis Benageber km 158, meistens einfache breite Waldstrasse (SG 3) geht aber zuerst hoch hinauf auf den Pico Rope 
  • 53 km beinahe endlose Offroadrunde ab Embalse de Benageber km 162 bis CM-2203 km 215, oft einfache breite Piste, teils steile Aufstiege und Abfahrten (SG 3), ein Teilstück von km 191 bis km 201 sehr schwer, vor allem der erste Teil des Aufstiegs (SG 4)

Kein Wunder war ich am Abend so erschöpft, über 150 von 300 km waren Offroad bei bis zu 35 Grad, eine traumhafte Fahrt von Alcala del Júcar nach Teruel, mit allem drin, über weite Felder, entlang von Stauseen die zum Bade luden und dann wieder den Felsflanken entlang ganz hoch hinaus.

Kaum über ein paar Kehren raus aus dem Canyon des Júcar geht es lange über Feldwege durch eine fruchtbare Ebene bis es abrupt auf einer kleinen Strasse hinunter zum Rio Gabriel ging, schön die schmale Brücke über das Wehr und der Rastplatz am Fluss, da kann mal dann auch mal ein paar Minuten ausruhen oder das Mühlerad bewundern. Der Eingangs einfach scheinende Track ab Fuen Vich gestaltete sich dann teilweise recht herausfordernd, immer wieder sandige Stellen, viel Gebüsch, Steine, wogegen das nächste Stück nach wenigen Metern Asphalt wieder auf einer einfachen breiten Waldstrasse zurückgelegt werden konnte bis zu einem Abzweiger Richtung Siete Aguas, da folgten dann ein paar sehr schwere steile Abfahrten auf weichem, tiefen Kies und ausgewaschenen Stellen.

Der Aufstieg nach Siete Aguas (nachdem ich ihn dann gefunden hatte) bot zwei, drei sehr knackige, steile Stellen, es folgte wieder ein kurzes Stück Asphalt und dann wieder ein Abzweiger Richtung Sot de Chera, die ersten 10 km teilweise sehr herausfordernd aber das was folgen sollte war der Mühe absolut wert. Ein traumhafte Bergstrecke entlang einer Felsflanke mit tiefem Abgrund, just breathtaking! Gleich nach Sot de Chera folgte der 15 km lange Aufstieg 800 m hoch zum Pico Rope, nicht wirklich herausfordernd aber unbedingt empfehlenswert vor allem auch der Aussicht wegen.

Nach einem weiteren kurzen Stück Asphalt an einem Feriendorf vorbei runter zum Stausee de Benagéber folgte ein weiteres Highlight, ein schier endloses über 50 km langes Stück Offroad entlang dieses Stausees, immer wieder sehr zum Baden einladende Buchten, wunderschöne Ausblicke wenn die Strecke vom See wegführte um über einen Pass später wieder in den Canyon des Zuflusses zu tauchen, ein Traum!

Plötzlich führte die Route wieder links weg, sehr sehr steil und ich war mir da plötzlich überhaupt nicht mehr sicher ob das der richtige Weg war, als just in diesem Moment ein Parkwächter entgegenkam und fragte wo ich denn hinwollte. Er meinte noch geradeaus würde er mir wegen sehr tiefen Gräben nicht empfehlen aber wenn ich in einem Bogen wieder runter zum Canyon fahren würde gehe das schon, wenig später verstand ich was er meinte mit Gräben, bestimmt 30-40 cm tief waren die Spuren die hier nicht so heftig sein gewesen sein sollten. Ich war ziemlich geschafft als ich nach gefühlt 2 Stunden wieder festen Boden unter den Rädern hatte.

In der Gegend zwischen Valencia und Teruel gibt es kaum grössere Orte und auch Teruel gehört zu meinen Herzensorten in Spanien, klar suchte ich den schnellsten Weg, der leider mehrfach versperrt war wegen Bauarbeiten. Diese einzige Stadt im Umkreis von 100 km wurde wegen des einzigartigen Ensembles der Mudéjar-Architektur im Jahre 1986 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt und kann von mehreren Seiten nur über hohe Brücken erreicht werden.

Das schlechte Wetter hat mich eingeholt aber ein Ruhetag bei Regen ist auch ok, zumal die Wolken immer wieder aufrissen und einen gemütlichen Stadtspaziergang zuliessen. Was die labile Wetterlage für die nächsten Tage verheissen würde sollte sich dann früh genug zeigen.

Distanz: 150 km

58 km unbefestigt 

  • 12 km, von km 9 bis km 21, einfache Waldstrasse (SG 3) 
  • 11 km von Km 24 bis Cedrillas km 35, teilweise schwer, kurze Stücke sehr ausgewaschen (SG 4) 
    – Kleiner Abstecher nach Cedrillas mit Aussicht auf schlammigen Wanderweg aufgegeben, wäre bei trockenen Verhältnissen sicher fahrbar 
  • 15 km von Villarroya km 62 nach Aliaga km 77, eher einfacher Feldweg (SG 2-3)
  • 11 km von Km 86 bis Montoro de Mezquita km 97, am Schluss relativ steile Abfahrt, bei Regen weich (SG 3-4) 
  • 9 km von Km 131 bis Km 140, Feldwege, teils recht schmierig wegen Regen, bin deshalb zurück auf Asphalt

Der Regen hat Spuren hinterlassen, so waren die Pisten doch da und dort ein bisschen aufgeweicht, was sich beim ersten unbefestigten Stück noch einfach als Pfützen zeigte wurde dann beim zweiten Abschnitt nach einem Bauernhof doch sehr herausfordernd, tiefe Gräben und viel Geröll, sehr schwer dieses Stück bis Cedrillas. Der Feldweg von Villarroya bis Aliaga war dann aber schon wieder trocken und bot ein leichtes, vergnügliches Fahren, so gefällt es mir!

Nach einem kurzen Abschnitt eine Passstrasse hoch auf Asphalt (diese hätte dann auf der anderen Seite in vielen Kehren nach Pitarque geführt) bin ich auf der Passhöhe links abgebogen Richtung Montoro de Mezquita, zuerst wunderschön über einen Bergrücken mit Aussicht als es plötzlich knallte und ich einen Weidezaun oder -Draht durchtrennte, Mensch! Einfach so gespannt ohne eine Signalisation, saugefährlich sowas!

Die folgende Abfahrt hinunter nach Montoro de Mezquita war dann teilweise sehr steil, die hätte ich bei viel Regen nicht gerne gefahren aber kurz nach dem Dorf hätte ich dann ein kurzes aber sehr reizvolles kleines Strässchen hinunter in den Canyon verpasst. Es folgte ein langes Stück Passstrasse an Ejulve vorbei bis ich nach La Mata de los Olmos wieder auf ein paar Feldwege abbog, allerdings waren die mir schnell zu schmierig, so entschied ich mich angesichts der schwarzen Wolken schon sehr früh ein Hotel zu suchen.

Andorra, der Ort in Spanien, hatte zwar ein hübsches Hotel mit Pool, ansonsten ist das aber eher ein Unort, hatte so überhaupt nichts reizvolles, charmantes, vielleicht höchstens abgesehen vom Minen Museum mit den vielen Relikten aus dem Bergbau und einer nahe liegenden Motocrossstrecke.

Distanz: 294 km

92 km unbefestigt: 

  • 11 km ab Andorra km 3 bis N-211 km 14, teilweise sehr ausgewaschen und schlammig vom Gewitter in der Nacht davor, schwer (SG 4) 
  • 12 km von N-420 km 55 bis Mazaleon km 67, gute, frisch gegradete Piste, eher tief (SG 3), zweiter Teil auch TET 
  • 11 km ab km 89 bis km 100, schöne Piste, einfach (SG 3) 
  • bei km 106 direkte Verbindung über Berge abgebrochen da Pisten zu schlammig 
  • ab km 126 Ruta 47 
  • 6 km entlang des Ebro km 131 bis km 137, moderat (SG 3) 
  • 8 km 139 bis Maials km 147, gute breite Pisten, anfangs allerdings nur für Berechtigte erlaubt…. (SG 3) 
  • 15 km ab Maials km 151 bis Bovera km 166, erste 3 und letzte 4 km schwer (SG 4) dazwischen leichte breite Piste zwischen Windrädern (SG 2-3) 
  • 14 km ab Povera km 168 bis T-242 km 182 sehr schwer, die Originalroute ist nicht zu fahren bei km 173 sehr sehr steiler Aufstieg, super ausgewaschen. Route kann bei km 177 fortgesetzt werden, dann nur (SG (3-)4) 
  • 5 km ab La Villela Alta km 221 bis km 226, steil aber mit Betonrampen (SG 3) 
  • 6 km ab Escaladei km 227 bis La Morera de Monsanto km 233, sehr schwer, sehr steil und ausgewaschen, lose Steine (SG 4) 
  • 4 km ab La Morera de Monsanto km 234 bis km 238, teilweise steile Abfahrt aber gut machbar (SG 3)
  • Die restlichen 60 km nach Torredembarra legte ich schnellstmöglich auf Asphalt zurück

Es war nochmal ein richtig harter Tag heute, nachdem ich gestern angesichts der schwarzen Wolken mit dem Hoffen auf besseres Wetter heute aufgegeben hatte, weckte mich um 5.00 heftigstes Donnergrollen. Der Gewitterregen spülte so einiges an Dreck und Lehm in die Pisten und es drohten schon wieder diese schwarzen Wolken, glücklicherweise blieb ich jedoch verschont. 

Kaum aus Andorra raus ging es schon erstmals auf die in der Nacht vom heftigen Gewitter durchnässten Pisten, es ist schon eindrücklich was Wasser alles anrichten kann, ganze Äcker wurden da umgepflügt und dann eben leider auch in die Wege gespült. Das nächste längere unbefestigte Stück von der N-420 bis Mazaleón war dann mal wieder einfach zum geniessen, und führte mich auch kurzzeitig zurück auf den TET, dieser führte aber nach Mazaleón 10 km lang neben der Hauptstrasse her Richtung Maella, das habe ich mir dann nicht gegeben. Nördlich von Fabara fand ich eine sehr attraktive Route zuerst dem Fluss entlang und später quer über Land, einfach und schön aber kurze Zeit später stand ich wieder am Berg, diese Route über den Berg zur N-211 musste ich auslassen, zu stark hatten hier die Gewitter ihre Spuren hinterlassen.

Am Ufer des Ebro, im wenig einladenden Mequinenza, gab es dann was zu essen und danach ging es weiter auf der Ruta 47 bei mittlerweile eitel Sonnenschein der den Matsch bei 35 Grad so richtig aufkochte. Zuerst führte ein Kiesweg direkt dem Wasser entlang, allerdings lagen immer wieder grössere heruntergestürzte Steinbrocken auf dem Weg als sich dieser plötzlich links weg ins Gebüsch verkroch um kurze Zeit später als aphaltierte Strasse den Berg hochzuschrauben und oben in einem Bergbaugebiet quasi zu enden, weil alle Richtungen nur noch für Befugte erlaubt waren. Ausnahmsweise ignorierte ich dieses Zeichen und genoss die einfache Piste bis Maials, die sich aber nach dem Dorf schlagartig als viel herausfordernder darstellte mit kurzen Aufstiegen im Geröll und einer sehr steilen Abfahrt nach Bovera.

Nach Bovera führte die Ruta 47 recht beschwingt hinein in einen Canyon, der sich aber je länger desto schwieriger zu durchfahren zeigte und nach einer kleinen Irrfahrt über kleinste sehr schottrige Feldwege landete ich an einer ausgewaschenen Wand, die für mich als unbezwingbar aussah, das wollte ich gar nicht erst versuchen, nur kurz aber sehr steil mit Kindskopf grossen Steinen.

Ich versuchte einen weiteren Ausweg aus dem Kochtopf zu finden, unerträglich heiss war es mittlerweile, und fand dann beim dritten Anlauf eine reizvolle Piste zurück auf die Strasse. Auf den nächsten 40 km versuchte ich mich dann mit Fahrtwind ein bisschen herunterzukühlen, wobei dies bei den vielen Kurven nur mässig gelang. Ab La Villela Alta führte ein kleines Strässchen unglaublich steil hoch auf eine Krete und dann unbefestigt weiter zur Cartoixa de Santa Maria d’Escaladei, einer Wallfahrtskirche und von dort teilweise auf einem Wanderweg sehr steil und ausgewaschen, mit losen Steinen nach La Morera de Monsanto, sehr sehr attraktiv am Fusse des Montsants aber schwer.

Die Piste vom Dorf hinunter zur Passstrasse war dann ein vergleichsweise einfaches Unterfangen und auch der letzte Offroadabschnitt an diesem äusserst anstrengenden Tag, die Entschädigung gabs schliesslich 60 km später endlich mal mit einer Übernachtung in Torredembarra direkt am Meer.

Torredembarra – Vilassar de Dalt 

Distanz: 120 km

Bis zur Ruta 47 östlich von Barcelona habe ich den schnellsten Weg über die Autobahn gewählt.

Vilassar de Dalt – Figueres, grösstenteils Ruta 47

Distanz: 189 km

knapp 100 km unbefestigt:

  • 30 km mit Unterbrüchen von Villassar km 1 bis C-61 km 37, oft steile harte lehmige Pisten mit vielen Wasserrinnen, es schlägt dauernd, eher mühsam als anspruchsvoll, (SG 3-4)
  • 30 km von Vallgorguina km 41 bis Tordera km 71, viel schönerer Abschnitt, schönere Pisten, alles dabei (SG 3-4)
  • 5 km von Km 80 bis Lloret de Mar Km 85, vor allem Anfangs recht ausgewaschen, wie erster Teil (SG 3-4)
  • 7 km von Lloret de Mar km 88 bis km 95, teilweise sehr steile Rampen mit tiefen Gräben (SG 4)
  • 40 km Umfahrung von Ruta 47 auf kurvigem Asphalt (kein Offroad von Km 95 bis Km 138)
  • Ab Km 138 Kurzes Stück das besser ausgelassen wird, sehr ausgewaschener Feldweg
  • Ca 15 km in kurzen Abschnitten von Corçá km 143 bis Km 170, meist einfache schöne Feldwege (SG 3)
  • 5 km von Km 170 bis Km 175, sehr ausgewaschene Waldwege, schwer (SG 4)
  • 5 km von Km 176 bis Km 181, schöne Feldwege, teilweise grosse Löcher von Pfützen (SG 3)

Mal wieder versuchte ich den Grossraum Barcelona grossräumig zu umfahren und endlich von der sehr stark befahrenen Autobahn runter und sogleich gings los auf einer sehr steilen Rampe auf einer harten Lehmpiste. Diese 30 km bis Vallgorguina fand ich eher mühsam, ein ständiges auf und ab mit vielen Wasserrinnen, sehr hart und uneben, durch den Wald ohne irgendwelche Ausblicke zu bekommen, das änderte zum Glück nach dem Ort, die folgenden 30 km bis Tordera waren Erholung und Freude pur, sehr schön.

Weiter Richtung Lloret de Mar war es zu Beginn wieder recht ausgewaschen, später aber wie meist in der Gegend eine einfache sandige Lehmpiste, wobei das nach Lloret de Mar änderte und die Route plötzlich über sehr schwere steile ausgewaschene Rampen führte.

Langsam begann mich Heimweh zu plagen nach 5 Wochen auf Rädern und so liess ich die folgenden 40 km der Ruta 47 aus, der Weidereinstieg brachte dann aber nicht gerade Lust auf mehr, ein sehr anspruchsvoller Feldweg, diese 2 km hätte ich mir besser gespart. Nördlich von La Bisbal d’Empordà folgten dann aber wieder 25 km viele einfache Feldwege abwechselnd mit kleinen Landstrassen, so könnte ich lange fahren aber auch hier landete ich bei Sant Mori wieder auf einem 5 km langen kaum fahrbaren Abschnitt, aufgeben wollte ich trotzdem noch nicht und so schnappte ich mir nochmal einen Feldweg Richtung Figueres.

Beim umfahren einer Pfütze übersah ich leider einen grossen Stein im Gebüsch und donnerte voll mit dem Fuss dagegen, AUTSCH! Zum Glück habe ich mit dem Gaerne Dakar einen guten Adventurestiefel, die Schmerzen wären sonst wohl nicht so schnell abgeklungen, trotzdem war dies ein Zeichen es mit Offroad nun bleiben zu lassen, was ich natürlich nicht 100%ig konnte…..

Rückfahrt in die Schweiz

Auf der Rückfahrt in die Schweiz nahm ich dann noch ein bisschen ACT Pyrenäen und zwei, drei Offroadabschnitte zwischen Arles-sur-Tech und Perpignan unter die Räder, so ganz ohne Offroad ging es einfach nicht. Zuhause ging es dann auf die Suche nach einer Werkstatt die mir einen Gabelservice machen würde, das Lenkkopflager wurde nun ja schon 3 mal gewechselt, der gute Roger von Biker’s Life in Dietlikon überzeugte mich jedoch davon, ein 6. Mal das Lenkkopflager zu überprüfen und siehe da, es fehlte ein Zwischenring, zudem war die Reihenfolge der verschiedenen Ringe nicht korrekt, ob dies nun die Probleme mit dem Lenkkopflager in den letzten 15’000 km endgültig lösen würde……?

  1. Spanien 2023 auf la Ruta 47 und TET
  2. Quer durch an die Algarve
  3. in Küstennähe durch Andalusien
  4. durchs Hinterland der Ostküste

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