Südamerika 2024 / von Santiago in die Atacama

Wie üblich fallen runde Geburtstage meistens alle 10 Jahre an und so wollte ich auch diesen auf der Südhalbkugel an der Wärme feiern. Neuseeland schloss ich wegen der langen Flugzeiten aus,  Australien hat mich bisher nicht gereizt, für Südafrika hatte ich eine (zu) teure Offerte bekommen (zudem ist im Osten im Dezember Regenzeit), also durfte es wieder nach Südamerika gehen. Da mich vor allem der Altiplano fasziniert und mir 4 Wochen Urlaub reichen mussten, entschied ich mich in Santiago de Chile bei Dosruedas ein Motorrad zu mieten. Meistens wird es erst ab 4 Wochen günstiger das eigene Motorrad zu verschiffen, deshalb war packen für den Flieger angesagt.

Wichtig an dieser Stelle, ein Bekannter (Beni, YT: MrBenfru) fand die Idee den Dezember in Südamerika zu verbringen sehr reizvoll und schloss sich mir spontan an, da wir auch schon einige Male Tagestrips zusammen machten und uns auch sonst oft und gut austauschen, sah ich keine Probleme mal eine Reise mit Begleitung anzugehen.

Obwohl der Austausch mit Joseph von Dosruedas ungewohnt zäh war und er uns nach 8-monatigem Hin- und Herschreiben 2 Wochen vor Antritt der Reise statt einer Kawasaki KLR 650 eine Yamaha Tenere 700 mit 40% höherem Tagesansatz Nahe legte, verlief die Übernahme der Motorräder dann sehr reibungslos. Allerdings entschied ich mich vor allem wegen der Sitzhöhe der T 7 (dies habe ich auch immer wieder in meinen Videos erklärt) für eine Suzuki Strom DL 650.

über 2200 km, davon etwa 600 km unbefestigt

Ein Klick auf die Karte zeigt diese gross, ein Klick auf Routenname und Distanz führt zu Wikiloc und der herunterladbaren .gpx Datei. Die Schwierigkeitsgrade (SG) beziehen sich auf die bekannte Denzel-Alpenstraßen-Skala.

Distanz: 211 km

Unbefestigt: 26 km

  • 16 km von km 147 – 163, breite Kiespiste über einen kleinen Pass, meist einfach, teilweise bisschen tief (SG 2-3)
  • 10 km von km 127 – 137, ab Passhöhe, teils sandige Abschnitte, dann wieder schöne Kiesstrasse (SG 3)

Wir liessen uns einen Tag Zeit die Motorräder zu bepacken und für uns reisefertig zu machen als es dann Anfang Dezember endlich losging, zuerst auf die Autobahn Richtung Norden, als mich Beni schon bald darauf aufmerksam machte, dass der Deckel meines Seitenkoffer offen im Wind wehte, zum Glück war nichts rausgeflogen.

Beni und Martin ready to go

Nach über 100 km folgte der erste unbefestigte Abschnitt, diese Route hatte ich schon 7 Jahre zuvor gefahren, allerdings waren nun schon einige Kilometer asphaltiert, in Kürze wird wohl die ganze E-445 asphaltiert sein, jedenfalls schüttelte es teilweise schon arg in der Abfahrt als ich nach etwa 10 km bemerkte, dass ich schon meine erste Kamera verloren hatte, also ging es mal ein paar Kilomater zurück auf Kamerasuche. Zum Glück fand ich sie unversehrt in Mitten der staubigen Piste, auf eine Anbringung am Heck verzichtete ich nun aber ab diesem Zeitpunkt.

erstes Offroad bei Cabildo

Der zweite unbefestigte Abschnitt zeigte sich gleich wie vor 7 Jahren, eine breite, schottrige Passstrasse, die E-375 nach Chincolco war dann recht zügig befahren und obwohl noch recht früh, machten wir uns auf die Suche nach einer Tankstelle. Diese fanden wir dann auf halbem Weg nach Cabildo und angesichts eines anstehenden knapp 100km langen Offroadabschnitts entschieden wir uns schon mal eine Bleibe für die Nacht zu suchen die wir in Cabildo im Hostel Cordillera und der überaus hilfsbereiten Gastgeberin Fernanda fanden. Eine sehr einfache Unterkunft aber in dieser Gegend sind Unterkünfte sehr rar.

von der äusserst netten und hilfsbereiten Gastgeberin Fernanda gab es noch was Süsses zum Abschied

Distanz: 131 km

Unbefestigt: 50 km

  • 50 km von km 44 – 94, zuerst Flussdurchfahrt mit grösseren Steinen, danach eher einfache Piste über einen Pass (ein Bauer hat uns 5€ für „Maut“ abgenommen) (SG 3) ab km 82 schwer, teilweise sehr ausgewaschen, die Abfahrt entlang eines Berghangs erinnert an Albanien, schmaler Weg, eher grober Schotter (SG 4)
  • Danach wunderschöne, geschwungene Strasse entlang eines Stausees und durch ein Tal

Die fettigen Empanadas im Restaurant bekamen Beni überhaupt nicht aber wir waren froh, dass vom Unwohlsein am nächsten Tag kaum mehr als ein Schlafmanko übrig blieb und so ging es zurück nach Chincolco auf die Suche nach dem Einstieg für eine Passstrasse Richtung Salamanca. Zuerst standen wir nach einer harmlosen Flussdurchfahrt vor einem Tor zu einem Privatgelände, also nochmal ein paar Kilometer zurück, dort schien mir die Flussdurchfahrt zu abenteuerlich, die Räder der LKWs die kreuzten waren über die Radnabe tief im Wasser doch schliesslich fanden wir aus dem Dorf heraus eine Piste zu einer Brücke, die war aber nur für Notfallfahrzeuge, die Route führte daran vorbei wieder durchs Wasser.

der Truck einfach mitten durch, ich weniger elegant und die etwas seltsame Mautstelle

Beni zog schön durch, ich ging es sehr vorsichtig, Step by Step an, kam trotzdem rüber und so freuten wir uns auf eine lange Offroadstrecke. Mitten im ersten Aufstieg, kaum hatten wir eine Ziegenherde durchfahren, hielt uns ein Bauer bei einem Schild „privates Land“ an und fragte ob einer von uns Roberto sei, wir fühlten uns nicht angesprochen, das hielt ihn aber nicht ab uns je 5€ als „Maut“ abzunehmen, natürlich ohne Beleg….

sehr schöner erster Aufstieg

Sehr schön war dann dieser erste Aufstieg, wir genossen die Aussicht auf über 1800m als Beni bemerkte, dass sein iPhone aus der Brusttasche gefallen war, also ging es wieder ein paar Kilometer zurück, tatsächlich fanden wir auch dieses Teil wieder. Die Piste wurde dann nach und nach etwas wilder, die eine oder andere kurze Bachquerung kam dazu und leider hatte ich dann jeweils für eine kurze Zeit kaum Grip mehr auf den Fussrasten, dummerweise liessen sich die Gummis nicht entfernen. Beim nächsten Aufstieg bereute ich zum ersten Mal auf eine Vstrom und nicht auf eine T 7 gesetzt zu haben, Beni zog mir immer wieder mit Leichtigkeit davon, der 19 Zöller vorne setzte einfach Grenzen in Agilität und Schlagfestigkeit.

plötzlich beschwingtem Fahren wurde es plötzlich sehr herausfordernd für mich

Beim letzten Abstieg war ich dann allerdings wieder sehr froh die Beine näher am Boden zu haben, teilweise tief ausgewaschen in sehr grobem Schotter ging es nun steil hinunter und wir fragten uns mehrfach ob wir auch einen allfälligen Aufstieg zurück schaffen würden. Dies wurde nicht nötig, traumhaft schön ging es einer steilen Bergflanke entlang hinunter zu einem wunderschönen Stausee, die ganze Szenerie mit der schottrigen Piste erinnerte mich sehr an Albanien.

diese Abfahrt hinunter zur Embalse Corrales de Camisas erinnerte mich an Albanien

In Salamanca fanden wir eine sehr schöne Bleibe im Hotel Milly und in Ezio der dort beim Umbau half, einen Gesprächspartner der von seinen früheren Atacama Rally Erfahrungen lebhaft berichtete und uns noch den einen oder anderen Ratschlag auf den Weg mitgab.

Distanz: 254 km

Unbefestigt: 115 km

  • 20 km von km 47 – 67, breite Pisten (SG 2-3)
  • Danach 9 km schöne eher schmale Piste mit schottrigen Abschnitten bis zu einer Passhöhe km 76 (SG 3)
  • Die 12 km Abfahrt bis km 88 teilweise ausgewaschen mit vielen Schlägen, sandig, herausragende Steine, anspruchsvoll (SG 3-4)
  • danach 8 km einfache Kies/Sandpisten bis zur D-71 bei km 96
  • 66 km ab los Rulos km 133, sehr abwechslungsreich bis Peral de Punitaqui km 209, teils einfach und breit, dann wieder sehr steil und sandig, anspruchsvoll (SG 3-4)

Von Salamanca, ein Städtchen mit mehr Reiz als andere, ging es auf der Hauptstrasse an Illapel vorbei bis eine breite Piste zu einer Mine abbog, auf dieser ging es breit und staubig zu eben dieser Mina del Espino hoch und von dort auf einer einspurigen und schönen Piste (D-895) über einen Pass, die Abfahrt in Richtung Combarbalá war dann jedoch gespickt mit tiefen Gräben, sandigen Passagen und groben Steinen die sich darin versteckten.

Ein gut 25 km langes Stück Asphalt bescherte uns dann europäisch anmutenden, beschwingten Kurvenspass bis zum Abzweiger nach los Rulos und von dort führte die Route knapp 70 km unbefestigt in allen Aggregatszuständen kreuz und quer durch hügeliges Land bis Punitaqui.

Im nahen Ovalle fanden wir das gemäss Beschrieb 4* Haus Hotel American mitten in der Fussgängerzone, da der Parkplatz und Hintereingang jedoch mit einem Weihnachtsmarkt belegt waren, hielten wir kurz vor dem Hotel um uns anzumelden, als uns verschiedene Leute klar machten, dass parken dort verboten sei und wir dann schliesslich gar über Lautsprecher von der Polizei ausgerufen wurden, machten wir uns schleunigst vom Acker. Das Hotel hätte in Europa wohl kaum 2 Sterne bekommen….., das Frühstücksbuffet hätte wahrscheinlich gar in der früheren Sowjetunion reichhaltiger ausgesehen.

Distanz: 160 km

Unbefestigt: 76 km

  • 38 km von km 44 – 82 bis Andacollo, einfache Pisten (SG 2-3)
  • 25 km von km 95 – 120, einfache eher schmale Pisten, sehr schön da neu gegradet, diese habe ich schon sehr ausgewaschen erlebt (SG 2-3)
  • Danach 13 km von km 120 – 133 breite Piste durch ein Tal, LKW Verkehr! (SG 2-3)

Ausgangs Ovalle gabs dann mal ein ganz neues Bild, das kleine, kurvige Sträßchen entlang des breiten Talbodens wirkte schon fast wie in Frankreich oder Italien, so grün die Plantagen links und rechts. Knapp 20 km nach der Überquerung einer Staumauer zweigte die Strasse Richtung Andacollo ab und wenig später dann auch die Kiespiste (D-447) die in einem Umweg zum selben Ort führt. Eine sehr einfach zu fahrende Runde die auf eine Hügelkette hochführt und dann länger dem Grat entlang um sich dann abrupt nach Andacollo zu senken.

Richtung Andacollo

Kurz nach dem Ort führte ein schmales, kurviges und asphaltiertes Sträßchen (D-351) an den Fuss einer Bergflanke und ab dort zwar unbefestigt aber neu gegradet und wunderschön über die Berge um sich an einer steilen Flanke wieder ins Tal zu senken, diese Cuesta war auch schon viel schwieriger zu fahren. 

Das Boutique Hotel Suri in La Serena war zwar sehr schön anzusehen und hatte ein sehr bequemes Bett und das Zimmer gar eine kleine Terrasse aber obwohl am Rande der schönen Altstadt gelegen, fanden wir keine Gelegenheit uns draussen mit einem Bier und Abendessen zu vergnügen, wir sind deshalb 4 km runter zum riesigen Strand gefahren, dort gab es dann viele solcher Möglichkeiten.

Distanz: 300 km

Unbefestigt: 99 km

  • 26 km von km 57 – 83 bis Condoriaco, einfache Pisten, zur Zeit teilweise Baustelle (SG 2-3)
  • 25 km von km 83 – 112, ab Condoriaco einfache eher schmale Pisten, sehr schön da neu gegradet (SG 3)
  • Danach 21 km von km 112 – 133 teilweise, sehr steil und ausgewaschen, Schotter, dann wieder einfach, insgesamt (SG 4)
  • 27 km von 175 – 202, breite Piste durch ein Tal (SG 2-3)

Von La Serena ging es erst 30 km zurück Richtung Vicuña und dann in ein Tal hinein das ich damals auch schon mit der Triumph befahren hatte, damals aber noch ein kleines Schottersträsschen mit einigen Wasserdurchfahrten war das nun eine breite asphaltierte Strasse bis zum Abzweiger hinauf Richtung Condoriaco. Ab hier wurde es sehr staubig, etwa 15 km als Baustelle mit viel LKW-Verkehr und dann eine einfache Piste bis Condoriaco, dort wollte ich Einheimische fragen wie es um den Zustand der weiteren Strecke steht aber da war kein Mensch zu finden.

Also nahmen wir guten Mutes den nächsten Abschnitt unter die Räder, wunderbar neu gegradet ging es auf und ab bis zu einer sehr steinigen Flussdurchfahrt (ohne Wasser, dafür viele grosse lose Steine) und danach wurde die Piste sehr herausfordernd, es sollte sich als das schwierigste Stück der ganzen Reise herausstellen.

da war doch der eine oder andere herausfordernde Abschnitt dabei

Auf einer Höhe von 2600m angekommen ging es dann einfacher bis zur asphaltierten Hauptstrasse (D-115) die uns bezauberte mit atemberaubenden Farben und Formen der Berghänge über den Alto del Carmen und nach einem Canyon in vielen Kehren hinunter zur C-489. Diese war dann nochmal knapp 30 km unbefestigt aber sehr gut zu fahren, teilweise zwar gröberer Ripio (Wellblech) und trotzdem schön bis hinunter nach Vallenar.

über Alto del Carmen nach Vallenar

Dort erholten wir uns von einem sehr anstrengenden Tag am Pool des einfachen Hotels Cecil, Bier gabs am Pool und essen im Haus nebenan. 

Langsam hörten wir die Atacama rufen, so hingen wir uns mal ans Gas und machten Kilometer, zuerst durch weite Täler hinunter zur Küste wo es ordentlich frisch wurde, also gut 8-10 Grad kälter. Nach gut 170 km hielten wir wieder Richtung Landesinneres, zum ersten Mal erschien uns eine wüstenähnliche Landschaft, weit und sandig ging bis Copiapó und von dort stieg die Strasse beinahe gerade die Sanddünen hoch, innert kürzester Zeit waren 1000m überwunden und diese Berge von Dünen waren einfach unglaublich faszinierend anzusehen, mitten drin jedoch eine grosse Mine mit schwarzem Auswurf, sehr krass dieser Gegensatz.

zum ersten Mal richtig viel Sand und einige Minen dazwischen

Langsam fiel die Strasse danach wieder ab zur Küstenstrasse bis Chañaral, einem Ort der die beste Zeit hinter sich hat, sehr verwunderlich, liegt er doch am Rand des Pan de Azucar Nationalparks. Sowohl die Suche nach der gebuchten Unterkunft auf Airb’n’b wie auch nach einem Restaurant gestaltete sich dann sehr schwierig. Obwohl ich dort schon vor 7 Jahren übernachtet hatte würde ich diesmal gleich 100 km nach Taltal weiterfahren.

Distanz: 453 km

Unbefestigt: 56 km

  • 56 km von km 0 – 56 gewalzte (Erd- oder) Sandpiste mit Spurrillen und Kies (SG 2-3)

Herrschte bei der Ankunft in Chañaral noch eitel Sonnenschein, so war das am nächsten Morgen leider ganz anders als es durch besagten Nationalpark ging, tiefhängende Wolken und trübe Sicht versuchten uns den fantastischen Anblick der weissen Sandstrände zu vermiesen, was zum Glück nur ansatzweise gelang. Kaum ein paar Meter von der Küste weg zeigte sich ein ganz anderes Bild, wunderschön schlang sich die gewalzte Erdpiste durch ein Tal, was für ein Anblick!

durch den Nationalpark Pan de Azucar, traumhafte Strände und fantastische Täler

Nur kurz ging es auf der Panamericana Richtung Norden, schon bogen wir wieder ab zur Caleta Cinfuncho, naja, wir haben schon schöneres gesehen, so ging es später wieder auf der Panamericana West hinunter nach Taltal um frischen Treibstoff zu fassen. Die nächsten 50 Km nach Paposo waren noch „normale“ Küstenstrasse, was aber danach folgte war ein Traum sondergleichen. 100 km Ruta 1, schönste und bestens ausgebaute Küstenstrasse für uns allein, ganze 2 Autos kreuzten uns, auf der folgenden 50 km langen Passstrasse zurück zur Ruta 5 dann gar keines mehr, 150 km Motorradstrecke, 2 Autos, unfassbar, Motorradfahrer was willst du mehr!?!

Caleta Cinfuncho, 100 km Ruta 1 und Mano del Desierto

Natürlich durfte ein Abstecher zurück auf der Panamericana zur berühmten Skulptur Mano del Desierto nicht fehlen, auf den harten Gegenwind auf dem Weg zurück hätten wir jedoch gerne verzichtet.

Antofagasta ist eine grosse und berühmte Industriestadt am Pazifik, da gibt es Eingangs eine lange Partymeile am Strand (hinter der Strasse), wir nächtigten jedoch im von aussen üblen, drinnen jedoch anständigen Hotel Astore Suites mit riesigen Zimmern und nahe der Fussgängerzone gelegen.

Distanz: 377 km

Unbefestigt: 184 km

  • 115 km von km 75 – 190 gewalzte (Erd- oder) Sandpiste mit Spurrillen und Kies (SG 2-3)
  • 36 km von km 245 – 281 erst Baustelle, dann grobe Kiespiste, danach gewalzte (Erd- oder) Sandpiste mit Spurrillen und Kies (SG 3)
  • 33 km von km 303 – 336 gewalzte (Erd- oder) Sandpiste mit Spurrillen und Kies (SG 2-3)

Lange sass ich über der Karte und versuchte herauszufinden wie der Pfannenboden der Atacama Richtung San Pedro am sichersten  (ohne Sand, ausreichend Benzin und Wasser) zu durchqueren ist ohne über Calama fahren zu müssen. Am Ende war es ein laaanger, langweiliger Ritt durch Konvois von LKWs, zumindest bis kurz vor Peine. Sicher gab es da und dort sehenswerte Ausblicke auf die riesigen Weiten der Wüste, vorgestellt hatte ich es mir aber viel eindrücklicher und schwieriger, gegen zweites hatte ich natürlich nichts, ich suche keine lebensbedrohlichen Herausforderungen.

Beni war schon mehrmals in der Sahara und hatte wegen seinen schlechten Erfahrungen grosse Bedenken und dann auch wegen der Höhe, beide zerschlugen sich aber zum Glück, allerdings keimte bei ihm langsam ein unheimliches Heimweh was Auswirkungen auf die weitere Reise haben sollte.

Nach anstrengenden 8 Tagen auf dem Sattel gönnten wir uns endlich mal 2 Tage Pause, das Hotel Solor in San Pedro de Atacama kann ich hierfür wärmstens empfehlen. Apropos Wärme, es war tagsüber nicht sonderlich heiss auf 2500m aber die Sonne brennt umerbärmlich, es besteht also höchste Gefahr für Sonnenstich, ich habe mich deshalb nach dem ersten Stich gleich mit einem schlappen Hut zu schützen versucht.

In der Franchuteria gibts den besten Kaffee und ausgezeichnetes Gebäck, kein Wunder, es ist alles von einem Franzosen nach heimischen Rezepten gebacken.

2 Gedanken zu “Südamerika 2024 / von Santiago in die Atacama

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