Wie üblich fallen runde Geburtstage meistens alle 10 Jahre an und so wollte ich auch diesen auf der Südhalbkugel an der Wärme feiern. Neuseeland schloss ich wegen der langen Flugzeiten aus, Australien hat mich bisher nicht gereizt, für Südafrika hatte ich eine (zu) teure Offerte bekommen (zudem ist im Osten im Dezember Regenzeit), also durfte es wieder nach Südamerika gehen. Da mich vor allem der Altiplano fasziniert und mir 4 Wochen Urlaub reichen mussten, entschied ich mich in Santiago de Chile bei Dosruedas ein Motorrad zu mieten. Meistens wird es erst ab 4 Wochen günstiger das eigene Motorrad zu verschiffen, deshalb war packen für den Flieger angesagt.
Wichtig an dieser Stelle, ein Bekannter (Beni, YT: MrBenfru) fand die Idee den Dezember in Südamerika zu verbringen sehr reizvoll und schloss sich mir spontan an, da wir auch schon einige Male Tagestrips zusammen machten und uns auch sonst oft und gut austauschen, sah ich keine Probleme mal eine Reise mit Begleitung anzugehen.
Die schier endlosen Geraden mit den tiefen Spurrillen, die unglaubliche Weite und Distanzen in Argentinien und vor allem die nahen Weihnachtstage liessen Beni keine Ruhe. Der starke Wunsch die Feiertage im Kreise der Familie zu verbringen, liessen ihn die Heimreise früher als geplant antreten. Zudem hatten sich die Öffnungszeiten der Grenzabfertigung auf den Pässen zwischen Chile und Argentinien im Gegensatz zu 2017 stark reduziert, dies hatte grossen Einfluss auf meine Routenplanung genauso wie die Öffnungszeiten der Restaurants über Weihnachten.

knapp 2000 km, davon über 900 km unbefestigt
Ein Klick auf die Karte zeigt diese gross, ein Klick auf Routenname und Distanz führt zu Wikiloc und der herunterladbaren .gpx Datei. Die Schwierigkeitsgrade (SG) beziehen sich auf die bekannte Denzel-Alpenstraßen-Skala.
- 40 km von km 63 – 103 gewalzte (Erd- oder) Sandpiste mit Spurrillen, Löchern und Kies (SG 2-3)
- 78 km von km 103 – 181 neu gegradete Kiespiste, zuerst wunderschön durch ein Tal, sehr schön zu fahren bis zum Kontrollpunkt einer Mine, dort musste ich meine Daten geben und wurde zum Ausgang begleitet (SG 2-3). Eigentlich wollte ich bei Km 139 rechts abbiegen aber dort war ein (offenes) Tor mit der Aufschrift NO Entry!
- 6 km von km 181 – 187 Durchfahrt durch Mine, breite Piste, eher tiefer Kies (SG 3)
- Danach 78 km von Km 187 – 265 abwechselnd sehr tiefe Piste mit neu gegradeten und gewalzten Erdpisten, teilweise sehr schwer (SG 4), wunderschöne Landschaft!
- 40 km ab km 265 – 305 über den Pass bei der Laguna Santa Rosa sehr grober Ripio (Wellblechpiste) (SG 3-4)
- 37 km von km 305 – 342 sehr schöne neue Piste durch ein sehr abwechslungsreiches Tal (SG 2-3)
Wohl zum letzten Mal auf dieser Reise sollte es auf über 4500m gehen, dieses Mal gar auf 400 m startend, also über 4000m Auf- und Abstieg. Eigentlich wäre ich gerne nochmal den Pircas Negras Pass gefahren, dieser ist neuerdings jedoch nur im Januar und Februar an gewissen Tagen geöffnet, so musste halt einfach das erste Teilstück herhalten und dann ab La Guardia eine Runde, die ich gerne schon letztes Mal gefahren wäre, so hatte ich nun halt beides auf zwei Reisen verteilt.


die C-401 und C-33 bis zur C-459
Die etwa 100 km von Tierra Amarilla über die C-401 und C-33 bis zur C-459 waren bis auf das letzte Stück eher von der langweiligeren Sorte, das änderte sich ab La Guardia, sehr schön wie sich die Piste durch das Auental schlängelte, wo viele Pferde und Esel ihr Paradies fanden.


von La Guardia hoch zur Laguna del Negro Francisco
Plötzlich gabelte jedoch die Strasse, meine Route wäre rechts weg, dort war aber ein offenes Tor, jedoch auch eine Tafel NO ENTRAR! Also folgte ich der anderen, besser ausgebauten Route, sollten diese doch nach etwa 30 km wieder zusammenkommen. Sehr schön stieg diese Piste nun Berghoch über einen Pass, dann wieder hoch an einer Mine vorbei weiter hoch als plötzlich einen roter Pickup mit Blaulicht entgegenkam, endlich konnte ich fragen ob die Piste durchgängig sei. Ja schon meinte er, oben wäre ein Gate, er würde mich Begleiten, also wartete ich dort wie abgemacht, aus der Pforte kam ein verhüllter Arbeiter und fragte nach meinen Daten und so durfte ich im staubigen Sog des Pickups vom Sicherheitsdienst 7 km durch Minengebiet fahren. Auf der anderen Seite mündete bald die andere Route ein, so wie die aussah hätte ich die nicht fahren wollen, sie war gar mit ein paar größeren Steinen versperrt.


Durchfahrt nur mit Begleitungschutz und letzte Reste der Penitentes (Büsserschnee)
Nun ging es zügig Richtung Laguna del Negro Francisco, wobei da schnell ein Abzweiger über den See folgte und dieser hatte mal wieder recht tiefe Spurrillen, endlich auf der anderen Seite hoffte ich auf Besserung, vergebens! In regelmäßigen Abständen folgten wunderbare Abschnitte mit tiefen und kaum fahrbaren, dafür entschädigte die Natur mit einem unglaublichen Spektakel an Farben und Formen, wohl etwas vom schönsten der ganzen Reise.







von der Laguna del Negro Francisco zur Laguna Santa Rosa
Bei der Laguna Santa Rose konnte man dann wieder auf der anderen Seite des Sees den chilenischen Zoll vom Paso San Francisco erkennen, diesmal ging es aber auf einer sehr ruppigen Ripio Piste über einen anderen Pass hoch, auf der Rückseite dann beinahe unendlich lange 60 km hinunter zur Strasse die auf den San Francisco führt, allerdings boten diese 60 km eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften, von verschiedenen Grautönen zu grünen Auen und bunten Abschnitten, kaum mal 10 km sah es gleich aus. Insgesamt eine sehr anstrengende aber sehr wohl auch unglaublich reizvolle Runde, ob die von der Mine jedoch Freude an vielen Besuchern haben mag ich bezweifeln.








unglaubliches Schauspiel durch dieses Tal hinunter Richtung Copiapó
Das Hotel Cumbres de Atacama ist durchaus eine Empfehlung wert, ich hatte das Glück ein Zimmer mit eigener Terrasse mit Schaukel, Tisch und Stühlen zu bekommen, wunderbar um sich einen Tag auszuruhen, denn die Stadt ist nichts fürs Auge, zum Glück gibts da die grossen Terrassenrestaurants Bahia Grill und vor allem Caffee Latte.
- 65 km von km 63 – 128 neu gegradete und gewalzte (Erd- oder) Sandpiste mit Spurrillen und Kies (SG 2-3), ab km 86 eigentlich ein Bachbett durch einen engen Canyon, sehr schön!
- 36 km von km 162 – 198 neu gegradete Kiespiste, zuerst wunderschön durch ein Tal, sehr schön zu fahren (SG 2-3)
- Danach 8 km ab km 198 – 202 steiler Aufstieg mit Sand und Schotter, habe nach 4 km aufgeben (SG 3-4)
- 54 km von km 206 – 260 neu gegradete Kiespiste, sehr schön zu fahren (SG 2-3)
Die Öffnungszeiten vom Paso de San Francisco, Pircas Negras und Weihnachten brachten meine Routenplanung ziemlich durcheinander oder gestalteten sie zumindest schwierig. Da an Weihnachten in Lateinischen Ländern abends praktisch alles zu ist, lohnt es sich so zu planen, dass man in einem Hotel mit Restaurant oder größerem Ort ist der wenigstens einzelne offene Restaurants bietet, das war für mich nun La Serena, eine Touristenhochburg am Pazifik. Um dorthin zu kommen gab ich mir 2 Tage um kleinere Strassen links und rechts der Panamericana zu erforschen.
Zuerst ging es nun nochmal ins Tal an Tierra Amarilla vorbei und dann rechts weg Richtung Panamericana, diese Strasse war nun überraschenderweise asphaltiert bis zu einer grossen Solarplantage, dort bog ich auf eine wunderbare Piste ab, über 60 km Freude pur auf einer neuen und gut gewalzten Sand- oder Erdpiste. Teilweise verlief sie durch einen engen Canyon, eigentlich ein Bachbett, einfach nur bezaubernd.



Manchmal führt die Route auch durch ein Flussbett
Leider musste ich dann auch einen Teil Panamericana fahren, zuerst in die falsche Richtung weil die Fahrbahnen getrennt sind, ich fand dann eine Weg die Fahrbahn zu wechseln und Richtung Vallenar zu fahren. Wenig später war der Richtungswechsel dann klarer um erneut auf einer neuen Piste in ein Tal abzubiegen. Gut 30 km war das schönes, leichtes Fahren bis die Piste in vielen sandigen Kehren abrupt anstieg, ach 4 km hatte ich ein zu schlechtes Gefühl und drehte erstmals auf dieser Reise. Ein gutes Stück zurück fand ich jedoch eine wunderbare Alternative, schönes easy Kurven fahren auf leicht kiesiger Strecke.




einmal umgedreht und easy zurück nach Vallenar an den Pool
In Vallenar ging ich wieder ins gleiche Hotel Cecil wie Wochen zuvor, diesmal musste aber ein Sprung in den Pool zur Abkühlung herhalten, einfach herrlich nach so einem Tag und das Bier erst gleich auf der Gartenterrasse!
- 12 km von km 44 – 56, Baustelle, neu gegradete und gewalzte (Erd- oder) Sandpiste mit Spurrillen und Kies (SG 2-3)
- 44 km von km 56 – 100 Baustelle, breite Piste mit teilweise sehr tiefem Schotter (SG 2-3)
- 7 km von km 221 – 228, breiter und feiner Ripio (SG 2-3)
Danach fantastische Pass- und Küstenstrasse bis zurück auf Panamericana
Heute sollten eher kleine Strassen zwischen der Panamericana und Küste im Fokus stehen, so ging’s zuerst Richtung Huasco und bei Freirina dann ab in die Berge. Schon bei der Kreuzung standen Baumaschinen, die standen ja nur aber nach ein paar wunderbaren Serpentinen war die Baustelle nun augenfällig und spürbar, in jeglichem Zustand von Kies über Sand bis Schotter war auf den folgenden 50 km alles zu haben, schade, diese Strecke hätte ich gerne ein Jahr früher befahren.


viel Baustelle von Freirina bis Carrizalillo
Hinunter zur Küste wurde es immer frischer bei eisigem Gegenwind, wirklich nicht schön so, bei feuchten 18 grad wenn man gerade so um die 30 grad gewöhnt ist, wirklich sehenswert sind die Orte dort auch nicht, auch wenn viel Werbung für die Sichtung der Humboldt Pinguine gemacht wird.


nichts los in Carrizalillo und Punta de Choros
Zurück auf der Panamericana bot sich ein spezielles Bild, der Wind drückte die tief liegenden Wolken gerade so knapp über die Bergspitzen, die wiederum ergossen sich nun in die Täler wie bleierne Flüssigkeit um dann zu verdunsten in der Dürre des Landesinnern. Trotz alledem wollte ich nochmal rüber auf die Küstenseite, eine gute Ripiopiste brachte mich auf einen Pass, die Sicht unten war gut, die Wolken zogen quasi über den Helm, ein einmalige Spektakel das ich sonst nur aus dem Flugzeug kenne.




durch die Wolken nach Chungungo
Das Hotel Campanario wählte ich vor allem weil ich mir am Strand eher ein offenes Restaurant erhoffte da normalerweise an Weihnachten abends alles zu ist und tatsächlich hatte ich Glück gleich nebenan im Don Humberto bis 19.00 Uhr hervorragend essen zu können.
- 25 km von km 83 – 108, Baustelle, neu gegradete und gewalzte (Erd- oder) Sandpiste mit Spurrillen und Kies (SG 2-3)
- 15 km von km 200 – 215, schmale Schotterpiste/Ripio entlang eines Kanals und Stausees (SG 3)
- Danach 12 km feine schmale aber feste Sandpiste bis km 227 (SG 3)
- Anschliessend 15 km breite aber feste Sandpiste bis Huatulame km 242 (SG 2-3), ganz am Schluss grosse Steine in einem trockenen Flussbett
- 37 Km von Tulahuen km 304 – 341 bis Cogoti, feine feste Sandpiste, teilweise grobe Steine und Gräben (SG 3)
Tief und dicht lagen die Wolken über la Serena und weit ins Land hinein, dazu war es sehr feucht ja es nieselte leicht aber ich war guten Mutes dass dies später im Tal hinten Richtung Vicuña besser werden würde und siehe da, 10 km vor Vicuña tat sich der Himmel auf, welch Freude nach 3 wolkenverhangenen Tagen wieder eitel Sonnenschein zu geniessen.


ein grünes Paradies bei Vicuña
Die Piste bis Hurtado hatte ich auch schon vor 7 Jahren von der anderen Seite befahren, das war damals eines der Highlights in Chile, jetzt leider wieder eine Baustelle mit vielen sandigen Passagen. Ab Hurtado ging es asphaltiert 70 km sehr kurvig ein Tal hinunter nach Ovalle, zumindest die erste Hälfte war sehr schön, bei Ovalle verlief die Route wieder wie 2 Wochen zuvor sehr grün entlang einer sehr kultivierten Talbodens um dann links ins nächste Tal Richtung Monte Patria abzubiegen.




über sandige Kehren nach Hurtado und durch grüne Täler Richtung Ovalle
Kurz vor dem Stausee bog ich rechts auf eine schmale Piste ab, nach einigen Kurven fühlte sich dies wieder wie der Bahndamm damals in Bosnien an, ein paar Kurven höher dann verlief diese Strecke für über 10 km immer auf gleicher Höhe einem Kanal rechts und dem Stausee links entlang, sehr speziell. Kaum bemerkt zweigte die Route dann rechts ab und führte sehr schön auf einer gut fahrbaren Sandpiste einen kleinen Pass hoch und kaum meinte ich wieder auf Asphalt zu sein hörte der wieder auf und diese breite Piste brachte mich durch stark genutztes Weideland hinunter nach Huatalame. Da staunte ich noch über die weissen Felsen im Flussbett und schon führte der Track mittendurch, sehr grober Schotter, allerdings war da kein Wasser, zum Glück!




rund um den Stausee bei Monte Patria
Und wieder ging es laaaange in ein Tal hinein, sehr grün die Kulturen, 50 km an Carén vorbei bis Tulahuen und plötzlich wieder eine feine, gut gepresste schmale Sandpiste Richtung Cogoti, ein wunderbarer kleiner Pass an riesigen Kakteen vorbei über die erste Höhe und nach leichtem auf und ab dann auch über die zweite, dies im schönsten Abendlicht, ich kam wiedereinmal überhaupt nicht vorwärts, zu oft musste ich für Fotos anhalten. Da und dort war die schöne Piste dann auch mit fetten Steinen und Wellen gespickt, jedoch immer nur für wenige Meter, insgesamt ein traumhafter und würdiger Abschluss für einen wunderbaren Tag.




von Talahuen nach Cogoti
Das Hostal Apuwara in Combarbalá war sehr schön eingerichtet, wirklich mit Stil, der Ort selbst war kleiner als erwartet und am Abend dann doch sehr ruhig, bis auf die sehr vielen Strassenhunde, die gibts aber eigentlich überall in Chile.
- 10 km von km 20 – 30, schmale aber feste Sandpiste bis km 30 (SG 3)
- Danach 10 km von km 30 – 40, zunehmend sandigere Stellen, teilweise recht tief, dann wieder Schotter (SG 3)
- Danach 25 km km 40 – 65, gleiche Piste wie am 5.12.2024, sehr abwechslungsreich teils einfach und breit, dann wieder sehr steil und sandig, anspruchsvoll (SG 3-4)
- Dann 20 km bis km 85 breite, feste Sandpiste (SG 2-3)
- Anschliessend 29 km von km 134 – 163 anfangs schöner schmaler Weg, dann breite aber feste Sandpiste (SG 2-3)
Ab km 185 bis Artificio folgen dann schöne Strassen mit einspurigen Brücken und unbeleuchteten Tunnels
Der letzte Pass von Canela km 283 bis km 294 nach La Ligua ist sehr kurvig und aussergewöhnlich steil
Bei Kaiserwetter ging es wieder recht früh los und schon nach 20 km bog ich in Quilitapaia auf eine sehr schöne gewalzte Sandpiste ab, traumhafte führte diese durch Weideland, sehr ähnlich der Extremadura in Spanien oder des Alentejo in Portugal. Allerdings wurde dies Piste dann stellenweise richtig sandig, tiefe Fahrspuren sorgten für sehr viel Unruhe im Gefährt und dann gab es auch immer wieder sehr steinige Gräben bis die Piste einen kleinen Pass hochführte, der war dann eher einfach zu befahren und bot oben dann einen Blick ins weite Land und die gleiche Piste die ich 3 Wochen zuvor mit Beni Richtung Espiritu Santo gefahren war.





Auf und Ab, mal steiler, mal schmaler ging es gut 40 km bis eben diesem Ort und von dort auf breiter Sandpiste durch ein dicht besiedeltes Tal, das Wasser aus dem Fluss wird intensiv genutzt, so dass im Flussbett meist nur noch bizarre Felsformationen übrig bleiben.





rauf und runter über Espiritu Santo nach Canela Baja
Das war ein richtig langes unbefestigtes Stück, mit dem Fotostops brauchte ich beinahe 2 Stunden bis Canela Baja, von dort ging es nun durch das Reserva National de Chinchillas Richtung Illapel aber nicht ohne nochmal auf eine Piste auf der Passhöhe abzubiegen. Wieder ging es auf breiter Piste Auf und Ab durch viel Weideland, schliesslich aber einen kleinen Pass runter nach Illapel. Das sollte das letzte unbefestigte Stück dieser Reise gewesen sein, deshalb liess ich den Sand und Staub in einer Autowaschanlage entfernen, schön sah sie wieder aus die Vstrom.



durch das Reserva National de Chinchillas Richtung Illapel
Die folgende Strecke hatte ich auch schon vor 7 Jahren gefahren, damals waren beinahe die ganzen 60 km von Limahuida bis Quelon unbefestigt, dabei waren mehrere Brücken und vor allem Tunnels einspurig, gar Kehrtunnels ohne Ampelsteuerung, davon sind nur die einspurigen Tunnels und Brücken geblieben, der Rest ist asphaltiert. Trotzdem kam ich recht ins „Schleudern“ im ersten Tunnel, dieser war unbefestigt, wie gesagt einspurig und unbeleuchtet und meine Leuchte war dahin, sprich ich musste mit Abblendlicht fahren das die Tunneldecke ausleuchtete, vom Untergrund hatte ich keine Ahnung, fuhr einfach im wahrsten Sinn mit blindem Vertrauen durch….



Ganz zum Schluss gab es noch ein Zückerli in Form eines sehr kurvigen und recht steilen Passes zwischen Canela und La Ligua, das fühlte sich schon wieder wie in Italien an.
Das Hotel/Restaurante Aconcagua ist sehr schön eingerichtet, allerdings mangelt es den Zimmern an Möglichkeiten Kleider aufzuhängen, dafür gibt es eine Bar und Jazzclub im Haus, auch diese sehr geschmackvoll eingerichtet. Der Ort war eher wieder speziell da es an der Plaza de Armas gar Bars/Restaurants gibt wo man das Leben beobachten kann, dies ist in Chile sonst kaum möglich.
Alles Asphalt
2 aufeinanderfolgende kurvige und verhältnismässig steile Pässe ab km 166 – 194
Der letzte Tag sollte mich ohne Schwierigkeiten und möglichst stressfrei zurück nach Santiago bringen, ich mochte keine Offroadexperimente mehr machen. So war ich viel schneller in Santiago als gedacht, obwohl ich mir noch 2, 3 extra Kurven ausgesucht hatte über 2 Pässe westlich von los Andes, auch diese 2 waren sehr kurvigen und recht steil und wohl deshalb bei Motorradfahrern sehr beliebt, ich war bei weitem nicht der einzige.




Touristenprogramm und Ausspannen in Santiago
Als Bleibe für die letzten Tage zur Erholung und zum Packen hatte ich wieder die gleiche Gegend um die U-Bahn Station Manuel Montt in Gehdistanz zum Ausgehviertel Bella Vista ausgesucht. Genau wie das Boutique Hotel CasaDeTodos war auch das De Blasis zwar bisschen einfacher aber trotzdem sehr schön eingerichtet, ich konnte mir gar ein Zimmer mit eigenem Balkon sichern und der Herr des Hauses verschob die ganze Gartenbestuhlung damit ich mein Motorrad 2 Tage bei der Unterkunft parken konnte.


genossen bis zur letzten Rille hinten auf den Anlas Capra X












2 Gedanken zu “Südamerika 2024 / alleine zurück nach Santiago”